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Franziska Schlecht Accessoires

Zeitlose, handgefertigte Leder-Accessoires

Sechs Fragen an Franziska Schlecht

Hallo Franziska, erzähl uns bitte etwas über dein Label.

Franziska Schlecht Accessoires ist ein Label, das Accessoires aus Echt- und Kunstleder designed, herstellt und vertreibt. Primär geht es dabei um Handtaschen, aber auch um kleiner Accessoires, die man im täglichen Gebrauch verwendet.

Wie bist du auf die Idee gekommen? 

Nähen ist meine Leidenschaft, zu der ich durch die Schule im Alter von ungefähr 10 Jahren gekommen bin. Schon damals war ich fasziniert, was man aus einem einfachen Stück Stoff alles machen konnte. Die Vielfalt an Stoffen, die es zu kaufen gibt, faszinierte mich damals wie heute.
Neben der Leidenschaft zum Nähen, pflege ich noch eine andere Vorliebe: Handtaschen, schlicht und chic – meistens aber sehr teuer. Not macht erfinderisch: Mangels Budget als Schülerin dachte ich mir im Sommer 2014, dass es auch möglich sein muss, eine Handtasche selbst zu nähen. Nach einigen Konstruktionsversuchen hatte ich dann meinen ersten eigenen Schnitt und kurze Zeit später auch die erste selbst genähte Handtasche – aus zusammengesuchten Kunstlederresten – in meiner Hand. Das Modell fand sofort Anklang, alle dachten, sie wäre gekauft. über die Jahre hinweg habe ich dann immer wieder verschiedene Handtaschen aus Leder für den Eigengebrauch genäht, ab und zu auch eine verschenkt, aber mehr wurde daraus nicht. Bis zum Winter 2019. Im Rahmen meines Studiums der Innenarchitektur in Kaiserslautern sollte ich im Fach Produktfotografie ein eigens entworfenes Produkt fotografieren. Aufgrund verschiedener Umstände entschied ich mich – mehr aus der Not heraus – für eine meiner Handtaschen. Ich bekam dafür so viel positive Resonanz, dass ich mich entschieden habe, mehr daraus zu machen. Wie das Schicksal es manchmal so will, kam dann im Frühjahr 2020 die Coronakrise, die uns alle schwer getroffen hat. Trotzdem: Jedes noch so negative Ereignis bringt etwas Positives mit sich. In meinem Fall wurde mir die Zeit geschenkt, Franziska Schlecht Accessoires aufzubauen. Gegründet habe ich dann im Mai 2020.

Worauf legst du am meisten wert?

Berufsbedingt komme ich aus einer sehr kreativen Branche: Der Innenarchitektur. Gute Designs und die Gestaltung diverser Dinge begleiten mich deshalb in meinem Alltag immerzu. Auch beim Design meiner Accessoires lege ich großen Wert darauf. Wichtig dabei ist mir, dass ein Accessoire auch in 10 Jahren nicht aus der Mode ist. Meiner Ansicht nach ein gravierendes Problem in der gesamten Modebranche. Trends ändern sich so schnell, dass von Nachhaltigkeit in Bezug auf das Design nicht mehr gesprochen werden kann. Vor allem, wenn man viel Geld in ein Produkt investiert, ist es wichtig, dass man lange Zeit etwas davon hat. Zumindest lebe ich nach diesem Grundsatz und durfte auch unter meinen Kunden und Kundinnen diese Sichtweise feststellen.
Aber auch ein gutes Design ist nichts wert, wenn die Qualität nicht 100 %ig ist. Deshalb ist es mir wichtig, dass sowohl die Qualität und Wertigkeit meiner Materialien aber auch die des fertiggestellten Accessoires stimmt. Alle Accessoires werden aus Echt- und Kunstleder handgefertigt – also 100% handmade. Wie überall wo Menschen am Werk sind passieren Fehler – auch bei mir. Oftmals dauert es nur wenige Sekunde bis ein fehlerfreies Produkt zu einem fehlerhaften Produkt mutiert. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, Produkte mit Fehlern nicht zu entsorgen sondern unter dem Label FSA: einsB zu verkaufen, zu vergünstigten Preisen.
Eine weitere Kategorie in meinem Onlineshop ist FSA:limited. Hierbei handelt es sich um Accessoires, die aus Materialien bestehen, die nur in geringen Mengen verfügbar sind. Also absolute Einzelstücke! Die maximale Anzahl der verfügbaren Produkte überschreitet die Zahl 3 nie. Heißt: das Produkt ist genauso einzigartig wie der Kunde oder die Kundin selbst.

Was inspiriert dich?

Das Leben selbst. Meistens bekomme ich in alltäglichen Situationen neue Ideen. Oft öffne ich an meinem iphone dann eine Notiz und versuche, so gut es eben auf die Schnelle geht, die Idee zu skizzieren – sowohl zeichnerisch als auch mit beschreibenden Begriffen.

Welche Hürden und Herausforderungen hast du gemeistert?

Ein erwähnenswerter Schritt war für mich der Gang in die Onlinewelt mit dem Launch des Onlineshops.

Gibt es kommende Projekte, von denen du schon berichten kannst?

In naher Zukunft möchte ich mir eine möglichst große Reichweite aufbauen, sodass ich immer mehr Kunden und Kundinnen mit ihrem neuen handmade Lieblingsaccessoire glücklich machen kann. Außerdem wäre es schön, wenn ich meine Accessoires auch im stationären Handel etablieren könnte (beispielsweise kleine Boutiquen).
Investieren möchte ich dann auch in die ein oder andere neue Maschine.

Bildnachweis: Franziska Schlecht

Über Franziska Schlecht Accessoires:

»Die Liebe zum Detail, etwas erschaffen, was von Dauer ist sowie das Gefühl, ein fertiges Accessoire in Händen zu halten – das treibt mich an.«

Gründer: Franziska Schlecht 
Gründung:
2020
Sitz: 
Baden-Württemberg

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